Restwert-Leasing erklärt

Ein Restwertleasing ist ein Leasing, bei dem zu Beginn eines Vertrages der wahrscheinliche Restwert des Objektes festgelegt wird. Mit diesem Wert wird die Dauer des Leasings, die Laufleistung des Objektes als auch der eventuelle Wertverlust beeinflusst. Das Restwertleasing findet man häufig bei einer Autofinanzierung. Der Verkäufer nimmt die Differenz zwischen Restwert und Neupreis als Basis für die monatliche Rate. 

Die Vorteile des Restwertleasing

Im Gegensatz zum Kilometerleasing ist beim Restwertleasing der Zeitwert des Objektes bei der Rückgabe entscheidend. Deshalb solltest Du darauf achten, dass der zuvor vertraglich festgelegte Restwert, realitätsnah dem Händlerankaufpreis bei Vertragsende entspricht. Da Autohäuser ja auch einen Gewinn machen möchten, liegt der Händlerankaufpreis unter dem des Händlerverkaufspreises. Oft wird aber auch versucht, Kilometerleasing und Restwertleasing zu kombinieren. Hier solltest Du aufpassen, denn es handelt sich um verschiedene Vertragsformen. 
In einem Leasingvertrag wird ein angenommener Restwert festgelegt. Durch dieses Vorgehen sind die niedrigen monatlichen Raten zu verstehen. Wurde keine Kilometerleistung vereinbart, so kannst Du die Fahrleistung flexibler handhaben als beim Kilometerleasing. Wenn der Restwert des Autos bei Rückgabe über dem bei Vertragsbeginn festgelegten Preis liegt, dann kannst Du eine Rückzahlung erwarten. Allerdings ist das eher selten.

Die Nachteile beim Restwertleasing

Das Restwertrisiko ist immer ein großer Nachteil beim Leasing, denn es wird darüber entschieden, ob sich ein Leasing als teuer oder nicht darstellt. Nimmt man beispielsweise andere Faktoren wie etwa die Verwaltungskosten oder die Rate, so kann das Restwertrisiko nur wenig kalkuliert werden. Es kann der Abschreibungswert und somit der steuerliche Restwert des Autos ermittelt werden. Beim Leasing aber ist damit der Verkehrswert am Ende des Leasingvertrages gemeint. 
Die anfallenden Raten orientieren sich nicht am objektiven Wert, sondern werden von Sachverständigen und Unternehmen festlegt. Du solltest, wenn Du Dich entschließt ein Leasing abzuschließen, darauf achten, das Du das Fahrzeug sorgfältig pflegst, so dass zumindest sich der Wertverlust am Ende als nicht zu hoch herausstellt. Du solltest also immer daran denken, dass die relativ niedrigen Raten oft eine Nachzahlung nach sich ziehen können. 

Das Restwertleasing ohne Anzahlung

Ein Leasing ohne Anzahlung bzw. Sonderzahlung nimmt immer mehr zu. Dabei solltest Du beachten, dass dann der Zinssatz sich erhöhen kann. Fehlt das Geld für eine Anzahlung so hat der Händler ein höheres Risiko. Damit kann es passieren, dass Du dann die anfallenden Raten nicht mehr leisten kannst, da sie höher angesetzt werden. 

Rückgabe ohne Stress

Wenn Du ein paar der nachfolgenden Tipps beachtest, wird die Rückgabe bei einem Restwertleasing einfacher:
1. Vor der Rückgabe des Fahrzeuges, solltest Du es von einem Gutachter prüfen lassen. Dabei wir geklärt, was eventuell repariert werden muss und was zu den Gebrauchsspuren zählt.
2. Bei der Übergabe solltest Du einen Zeugen mitnehmen. Das kann ein Freund oder ein Verwandter sein. 
3. Bevor Du das Fahrzeug zurück gibst, solltest Du Dir den Vertrag noch einmal durchlesen. Wichtig dabei ist, wurde ein Andienungsrecht vereinbart?
Wer sich vorbereitet, der hat bei der Rückgabe des Wagens die besseren Karten. 

Den Restwert richtig berechnen

Vorab ist es gut, den Restwert seines Wagens richtig einzuschätzen. Wer überlegt an das Leasing herangeht, der kann eine Kostenfalle erkennen und dementsprechend handeln. 
Im Grunde genommen verlieren gerade Neufahrzeuge im ersten Jahr etwa 20 % des Neupreises. Im weiteren Jahr kommen noch einmal 12 % dazu und im dritten Jahr noch einmal 10 %. Es wird dabei eine Kilometerleistung von etwa 15000 pro Jahr angenommen.


Ein kleines Beispiel:
Der Listenpreis eines Wagens beträgt 29975 Euro. Im Durchschnitt ergibt sich dadurch ein Restwert der so aussieht:
Im ersten Jahr: 24000 Euro
Im zweiten Jahr: 20500 Euro
Nach 48 Monaten: 16000 Euro


Als Voraussetzung dazu ist es wichtig, dass eventuelle Schäden repariert wurden. Das Fahrzeug muss auch nach den Herstellervorgaben gepflegt sein. Sollte der Wert im Leasingvertrag überstiegen werden, kannst du unter Umständen eine Nachzahlung erhalten.

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